September 16, 2025
Description
Manchmal sind es die kleinen Dinge im Alltag, die plötzlich zu echten Herausforderungen werden. In unserem Fall: eine ganz normale Flasche auf- oder zudrehen. Für meine Partnerin ist das durch ihre Krankheit gar nicht so einfach, weil die Kraft in den Händen fehlt und das feste Zudrücken schwerfällt.
Wir haben viele Flaschenöffner ausprobiert – mal die typischen Ringe, mal Varianten, die man über den Deckel spannt. Aber so richtig klargekommen ist sie damit nie. Also habe ich beschlossen: Dann entwerfe ich eben selbst etwas, das genau zu ihr passt.
Herausgekommen ist dieser Flaschenöffner in Zangenform. Die Idee war: eine Bewegung, die sich vertraut und leicht anfühlt – wie eine Zange zusammendrücken. Kein Umgreifen, kein Gefummel, einfach einklemmen, drücken, drehen. Fertig.
Gedruckt ist er in drei Teilen: Unterteil, Oberteil und ein kleiner Stift, der beide zusammenhält – ähnlich wie bei einer Schere. Mein erster Prototyp war aus PLA, um die Idee schnell auszuprobieren. Und siehe da: Es funktioniert! Flaschen auf und zu, ohne Schmerzen, ohne Frust. Für die finale Version plane ich PETG, damit das Ganze noch stabiler und langlebiger wird.
Am Ende ist es eigentlich kein „großes Projekt“, sondern eher ein Alltagshelfer mit Herz. Für mich war wichtig: Meine Partnerin soll wieder selbstständig Flaschen öffnen können, ohne jedes Mal jemanden um Hilfe bitten zu müssen. Und wenn ein 3D-Drucker und ein bisschen Tüftelei das möglich machen – umso besser.
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