February 11, 2026
Description
Als ich in das Miniature-Hobby einsteigen wollte, habe ich in gefühlt jedem Tutorial Nasspaletten gesehen. Damit war schnell klar: Wenn meine Minis halbwegs gut werden sollen, brauche ich auch eine 😄
Allerdings war ich zu geizig, direkt 30 € für eine fertige Nasspalette auszugeben. Also dachte ich mir: Das muss doch auch anders gehen. Und tatsächlich – es gibt unzählige Modelle und Varianten für den 3D-Drucker.
Warum also trotzdem die Mühe machen und selbst etwas entwerfen?
Ganz einfach: Ich wollte es optisch anders haben. Außerdem war mein innerer Perfektionist mit vielen vorhandenen Modellen schlicht nicht zufrieden – vor allem, was Druckbild, Details und Gesamteindruck angeht.
Boost MeAlso habe ich mir einige klare Ziele gesetzt und mich mit Hilfe guter Vorlagen an die Arbeit gemacht. Im Folgenden erkläre ich, was mein Modell von anderen Nasspaletten unterscheidet und wenn dir das gefällt, dann freue ich mich über jeden Boost!
Das ist natürlich kein Hexenwerk – aber ganz ohne war mir die Box zu langweilig.
Das oft verwendete, generische „Wet Palette“-Design fand ich optisch einfach nicht ansprechend. Mit einem klaren Bezug ist sofort ersichtlich, wofür die Palette gedacht ist.
Viele bestehende Modelle haben lediglich ein großes und ein kleines Fach für Pinsel oder Zubehör.
Die Inspiration von Army Painter mit einzelnen Pinselslots fand ich deutlich durchdachter – also mussten diese Abstandshalter unbedingt in meinen Remix integriert werden. So liegen die Pinsel sauber, sicher und ordentlich.
Auch hier war die Army-Painter-Palette Vorbild.
Ein normales, rundes Gummiband kam für mich aber nicht infrage. Ich wollte ein flaches Gummiband auf Stoffbasis– glücklicherweise hatte ich davon noch Reste von einem früheren Helmprojekt.
Die Enden einfach zusammenzukleben funktioniert zwar, sieht aber unschön aus. Also habe ich kurzerhand eine passende Kappe entworfen, die die Verbindung verdeckt und mit einem Logo kaschiert.
Ergebnis: sauber, stabil und optisch stimmig.
Ein großes Problem vieler Modelle ist der Druck im Hochformat. Das spart zwar teilweise Support, hinterlässt aber oft sichtbare Spuren, die den hochwertigen Eindruck ruinieren. Für jedes Bauteil habe ich daher eine eigene Lösung entwickelt:
Deckel
Dieser wurde einfach abgeflacht und die Rundung wurde eckiger. Zusätzlich wird er kopfüber gedruckt, damit die Oberseite von der glatten Druckplatte profitiert. Kein Support nötig, perfekte Oberfläche.
Dry-Brush-Modul
Dieses Teil musste etwas dicker werden und wurde geteilt. So kann es flach und komplett ohne Support gedruckt werden.
Nach dem Druck werden beide Teile einfach mit Sekundenkleber verklebt. Der Übergang ist unsichtbar – lediglich darauf achten, mittig zu kleben, damit der Fit passt.
Pinselhalter
Hier lässt sich Support nicht ganz vermeiden. Es wird einmal rundherum minimaler Support benötigt, der jedoch nur an der Unterkante sitzt. Nach dem Entfernen ist davon nichts mehr zu sehen.
Boden
Die Füße sind praktisch, benötigen aber unnötig viel Support oder zwingen zum Hochkantdruck.
Die Lösung: Füße separat.
Im Boden befinden sich Aussparungen, und die Füße werden nach dem Druck einfach eingeklebt. So bleibt der Druck sauber – und die Funktion vollständig erhalten.
Vielen Dank, dass du bis hierhin gelesen hast! Ich hoffe, du hast mit der Nasspalette genauso viel Freude wie ich. Zum Schluss noch ein paar wichtige Hinweise:
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BY-NC-SA