January 11, 2025
Description
Die erste Druckschicht ist die wichtigste. Ist die schon nicht perfekt kann das zu Problemen auf anderen Schichten oder einer kratzenden Düse führen. Zusätzlich ist die erste Schicht sichtbar und vor allem bei Effekt Druckplatten wichtig! Eine unschöne erste Schicht führt hier zu besonders ärgerlichen Artefakten im Druck. Im schlimmsten Fall kann diese sogar zu Löchern führen. Die automatische Flusskalibrierung von Druckern wie der Bambu Lab A-Serie hilft natürlich, ist jedoch auch nicht immer perfekt, da sie einen Durchschnitt für den gesamten Druck errechnet und sich nicht um einzelne Schichten sorgt. Gerade aber die erste Schicht ist immer sichtbar. Deshalb möchte man das bestmögliche Ergebnis erzielen!
Das Bild (rechts, sofern ihr am PC seid, ansonsten unter dem Text) zeigt eine A1 mini Werkzeugschale, die ich hier bei Makerworld gefunden habe. ich dachte es sei eine gute Idee die auf einer Holo-Effekt Druckplatte zu drucken. Sieht auch wirklich toll aus, aber die Layerlinien und der unregelmäßige Saum sehen nicht schön aus.
Dieser Qualitätsmangel zieht sich natürlich auch bei anderen Drucken klar durch das Bild. Verwendet wurde hier im Beispiel BambuLab PLA Basic.
trotz der automatischen Flusseinstellung des A1 mini ist die erste Schicht nicht schön geworden.
Wir stellen den Fluss für die erste Schicht von Hand ein. Das ist eigentlich keine große Schwierigkeit und schnell erledigt. Der Druck dauert nicht lange und die Auswertung erfolgt genauso schnell und einfach. Falls ihr dafür eine Erklärung benötigt oder ein Video schauen wollt, seid ihr gerne eingeladen meinen TikTok Account zu besuchen:
https://tiktok.com/@frankdruckt3D
alternativ werdet ihr einen Link zu den Videos in meiner Linkliste auf der mobilen Website finden:
Bitte beachten sie das diese kalibrierung nur funktionieren kann, wenn sie das originalprojekt verwenden. Ein anderes Druckprofil wird nicht funktionieren. Bitte seht auch davon ab andere Druckprofile zu erstellen, das würde keinen Sinn machen! Kontrolliert bitte vor dem drucken ob ihr das gleiche Bild wie in der Anleitung habt! Sollten alle Plättchen, in der Flussübersicht, die gleiche Farbe haben so funktioniert der Druck nicht korrekt und ihr bekommt kein Ergebnis!
Bitte nach Möglichkeit keine SuperTak oder eine andere Coolplate verwenden. Wir drucken hier lediglich eine einzelne Schicht, die ist sehr schwer wieder ab zu bekommen, wenn ihr eine SuperTak Platte nutzt. Glaubt mir, ich habe mir blutige Finger geholt um das zu bestätigen lach
EBENFALLS WICHTIG:
Diese kalibrierung stellt nur den Materialfluss für eure erste Schicht ein! Die Einstellung für den Abstand muss der Drucker weiterhin selbst machen bzw. bei Druckern ohne automatisches Bett Leveling händisch gemacht werden. Diese kalibrierung ersetzt nicht die Z-Offset Einstellung oder Bett Nivellierung! Sollte die Option für das Einstellen des Flusses der ersten Schicht nicht vorhanden sein, so drückt bitte CTRL+P oder STRG+P, je nachdem was auf eurer Tastatur steht, ihr könnt auch über Optionen/Einstellungen gehen und aktiviert den “Entwicklermodus”
Boost MeDie Idee hinter diesem Druck ist zwar recht einfach, aber die detaillierte Anleitung für Anfänger ist durchaus eine Herausforderung gewesen und mit arbeit verbunden! Ich würde mich über euren Boost freuen, der es mir ermöglicht mehr für euch zu tun!
Das Projekt herunterladen! Keine STL Datei, bitte ausschließlich das vorgegebene Projekt nutzen! Ich stelle auch in den “rohdateien” keine STl zur verfügung, lediglich eine .3mf für BambuStudio Nutzer und eine generische .3mf für alle die kein BambuStudio nutzen!
Die Datei öffnen und das korrekte Material auswählen. Im Beispiel verwenden wir ein PLA aus meiner eigenen Herstellung. Anschließend klicken wir auf das Dropdown Menue “Farbschema” und wählen Fluss, um anzuzeigen welchen Fluss wir an welcher Stelle im Druck haben!
Das Ganze ist hier dargestellt, das Menue habe ich mit einem roten Pfeil markiert :
drucken!
Ist schon irgendwie klar! Keine Angst es wird zu Druckfehlern kommen, das ist sogar beabsichtigt, wir zwingen den Drucker mit diesem Test unter- und überextrudierte Schichten zu drucken.
Auswertung des Drucks. Hier ein Beispiel für einen fertig gedruckten Test mit 3 farbigem Silk Filament (schwarz/Gold):
… unsere Aufgabe besteht nun darin das beste Plättchen auszuwählen!
Wir schauen uns dafür die mittige Fläche an. Hier wählen wir zunächst die Platte die uns am glattesten erscheint und beurteilen die erste Schicht. Anschließend macht es Sinn das Plättchen ins Licht zu halten um eventuelle Lücken zwischen den gedruckten Linien zu finden. Hier einige Beispiele:
klare Lücken zwischen den Linien und am Rand…
schon etwas besser, trotzdem noch Lücken
Blasen auf der Oberfläche, zu dicke Linien und dieses Plättchen fühlt sich auch beim ablösen schon deutlich dicker an wie die anderen…
Das beste Plättchen ausgewählt:
Das folgende Plättchen zeigt keine Lücken und eine glatte und saubere und Regelmäßige untere Schicht an. Besonders dank der Verwendung von zweifarbigem Filament sehr gut zu erkennen…
Den Korrekturwert ermitteln wir indem wir schauen welches Plättchen wir genau ausgewählt haben. Dabei ist diese Grafik hilfreich:
notiert euch den Wert aus der Grafik!
Den Korrekturwert für die erste Schicht tragen wir nun im Druckprofil ein. Dazu wählen wir den Reiter Qualität und scrollen runter bis zum Punkt “Flussverhältniss der ersten Schicht” und ändern die “1” auf den von uns ermittelten Wert! In unserem Beispiel ist das 0,80.
Vergesst danach nicht das Profil zu speichern! Bitte gebt dem Profil einen aussagekräftigen Namen, damit ihr das Profil für das Filament jederzeit wiederfinden könnt. Diesen Test müsst ihr für Jedes relevante Filament einzeln machen, da sich jedes Material anders verhält. Ich habe beim kalibrieren hier deutlich unterschiedliche Werte zwischen verschiedenen Materialien feststellen können.
HINWEIS
Die hier emittelten Werte sind %-Werte. Natürlich kann man das ganze noch optimieren und deutlich feiner gestalten, aber ich bin mit diesen Einstellungen bisher klar gekommen. Eine noch feinere Justierung war nicht möglich! Solltet ihr euch nicht entscheiden können oder unsicher sein, so nehmt lieber einen um 0,5 höheren Wert als einen zu niedrigen! Ich habe im nachhinein auf den stark vergrößerten Fotos die ich hier eingebunden habe auch entschieden den Wert nochmal zu korrigieren, weil ich unsicher geworden bin.
Diese Methode garantiert natürlich keine besten Ergebnisse, sie minimiert lediglich Fehler und Druckprobleme. Andere Wege führen sicherlich auch zum Ziel, jedoch ist erfahrungsgemäß das korrekte Einstellen der ersten Schicht die Basis für alle weiteren Kalibrierungen. Ein PA Test kann durch eine schlechte erste Schicht zum Beispiel stark beeinflusst werden. Um hier die bestmöglichen Ergebnisse zu erzielen wäre es schon zu wissen das die erste Schicht anständig war!
Bei Fragen könnt ihr mich gerne über TikTok kontaktieren, ich versuche zu helfen wo ich kann… ein Abo wäre darüber hinaus schön ;-)
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