July 12, 2025
Description
Diese Mini-Claw-Machine ist ein vollmechanischer Greifarm-Spielautomat – komplett ohne Elektronik, ohne Motoren, ohne Kabel.
Ziel war es, ein Arcade-Spiel zu schaffen, das jeder mit einem 3D-Drucker bauen kann, ganz ohne Spezialwissen in Elektronik oder Programmierung.
Der Automat wird vollständig manuell über drei Kurbeln gesteuert:
Wird der Greifer über Kurbel 3 nach oben bewegt und gegen den oberen Anschlag gefahren, wird dabei eine Feder im Inneren gespannt. Der optimale Punkt zum Spannen ist vorne links – an der Entnahmestelle, dort ist die Konstruktion am stabilsten.
An anderen Stellen kann die Geometrie enger sein, wodurch sich der Mechanismus schwerer spannen lässt oder sogar beschädigt werden könnte – hier ist etwas Vorsicht geboten.
Nach dem Spannen kann der Greifer frei im Raum bewegt werden. Beim anschließenden Herunterfahren wird der Auslöser durch das Auftreffen auf ein Objekt ausgelöst, und die Klaue schließt sich automatisch.
Feste Objekte wie kleine Süßigkeiten (z. B. Smarties, Kinderriegel, kleine Verpackungen) lassen sich zuverlässig greifen. Bei weichen oder flexiblen Objekten kann es je nach Form notwendig sein, den Greifer etwas schwungvoller abzusenken, um das Auslösen sicherzustellen ( siehe GIF ).
Der Mechanismus wurde komplett selbst entwickelt und mehrfach getestet. Aktuell ist er in dieser Version voll funktionsfähig, solange die oben genannten Hinweise beachtet werden.
Zukünftig ist geplant, weitere Greifer-Varianten zu entwerfen, z. B. für lose Objekte oder empfindlichere Teile.
Eine kompakte Aufbauanleitung ist als Video verfügbar, um alle Schritte vom Zusammenbau machen.
▶️ YouTube-Link folgt hier
1. Teileübersicht
Wie auf dem Bild zu sehen, sind hier alle benötigten Bauteile für die ersten Schritte abgebildet. Es handelt sich nicht um die komplette Teileliste für den gesamten Greifer, sondern nur um die Komponenten, die für den Anfang benötigt werden.
Außerdem sieht man, dass für die ersten Schritte unterschiedlich hohe Bolzen verwendet werden, während im späteren Verlauf immer identische Bolzen zum Einsatz kommen.
2. Unterteil + Kniegelenk montieren
Das untere Hauptteil und das untere Element des Kniegelenkmechanismus werden – wie abgebildet – korrekt ausgerichtet und mit dem langen Bolzen durch die vorgesehenen Öffnungen miteinander verbunden.
3. Oberes Hauptteil + Seitenarme befestigen
Das obere Hauptteil wird zusammen mit zwei identischen Seitenteilen durch einen mittleren Bolzen verbunden.
Wichtig ist, dass dieser Bolzen mittig sitzt und die beiden seitlichen Löcher frei bleiben – dort werden später weitere Verbindungen hergestellt.
4. Kniegelenk verbinden
Oberes und unteres Kniegelenk werden nun so zusammengeschoben, dass ein kleiner Bolzen mittig in der Verbindung sitzt. Dieser ermöglicht die Bewegung der beiden Teile gegeneinander.
5. Auslöser-Position prüfen
Das Bild zeigt, wie der kleine Auslösezapfen am unteren Kniegelenk korrekt ausgerichtet sein muss. Diese Stellung ist entscheidend, damit der spätere Greifvorgang korrekt ausgelöst wird.
6. Auslöser einsetzen
Nun wird der Auslöser von unten in die entsprechende Öffnung eingeschoben.
7. Auslöser einrasten lassen – mit Vorsicht!
Der Auslöser muss auf einer Seite einklicken. Dabei ist äußerste Vorsicht geboten – das Teil ist empfindlich und kann leicht brechen.
Es empfiehlt sich, ein dünnes Werkzeug (z. B. Schraubenzieher oder Spatel) zu verwenden, um den Mechanismus sanft in Position zu bringen.
Beim ersten Druck hat das bei mir funktioniert. Beim zweiten Druck – nach erneutem Druck – ist das Teil leicht gebrochen. Also: mit Gefühl arbeiten. Gegebenenfalls muss das Teil neu gedruckt werden.
8. Klauen montieren (untere Krallen)
Jetzt werden die drei Greifklauen nacheinander am unteren Hauptteil befestigt:
Dafür stehen insgesamt neun gleiche Bolzen zur Verfügung.
Zuerst wird – wie auf dem Bild gezeigt – eine Klaue mit einem Bolzen montiert.
Anschließend werden die beiden anderen Klauen auf die gleiche Weise, jeweils mit einem Bolzen, auf den verbleibenden Seiten angebracht.
9. Zwischenstücke einsetzen
Die drei Zwischenstücke, die die Klauen mit dem oberen Hauptteil verbinden, werden nun – wie auf dem Bild gezeigt – eingesetzt.
Verbindung erfolgt auf jeder Seite oben und unten mit jeweils einem Bolzen – insgesamt sechs Bolzen (die restlichen aus den neun).
So entsteht eine bewegliche Verbindung zwischen Klaue und Hauptkörper.
10. Gewicht und Anschlag montieren
Das obere Gewichtsteil sowie der Anschlag, der beim Hochkurbeln als Endpunkt dient, werden wie abgebildet angebracht.
Das Teil besitzt ein M10-Gewinde, auf das normale M10-Muttern aufgeschraubt werden können.
Zur Fixierung einfach ein paar Tropfen Sekundenkleber auftragen,
sauber verkleben und gut trocknen lassen.
11. Federn einsetzen
Jetzt werden die Rückstellfedern eingesetzt.
Über die Federspannung lässt sich beeinflussen, wie stark und zuverlässig die Klaue beim Herunterfahren schließt. Eine spätere Feinjustierung ist möglich.
12. Muttern aufschrauben
Wie gezeigt, werden nun die M10-Muttern auf das oben verklebte Gewinde aufgeschraubt – diese dienen als Gegengewicht für den Mechanismus.
13. Schnur einführen (unten)
Ein stabiler, reißfester Faden wird verwendet.
Die Schnur wird von oben nach unten durch das Gehäuse geführt, unten durch die kleine Öse gezogen und dort sicher verknotet.
Achtung: Der Faden steht unter erheblicher Spannung, also bitte kein schwaches Material verwenden.
14. Schnur oben durchführen
Der Faden wird wieder nach oben geführt, zwischen den zwei Führungsrollen hindurchgezogen und in die obere Mechanik eingebunden.
15. Schnur an der Rolle befestigen
Wie auf dem letzten Bild dargestellt, wird die Schnur genau in der richtigen Richtung auf die Rolle aufgewickelt und dort fest verknotet.
Wichtig: Die Laufrichtung muss exakt wie auf dem Bild erfolgen – sonst kann der Mechanismus schräg ziehen oder blockieren.
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